Starkart Urban Art Exhibitions

 Brauerstrasse 126  8004 Zürich  info@starkart.org  
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STARKART

Das Projekt STARKART steht für ein einfaches, offenes und lebendiges Kulturkonzept, welches die Phantasie anregt, das sinnliche Erleben elegant fördert und die Magie wirken lässt.

Die konzeptionelle Offenheit, der zentrale Standort, die trotzdem relativ tiefen Betriebskosten und gleichzeitig hohen unbezahlten Eigenleistungen erlauben Künstlern und Kunstformen, unsere Räumlichkeiten frei von Leistungsdruck zu nutzen. Von seiner Grösse, Lage und Raumaufteilung her ist der Offspace prädestiniert für Mehrfach- und Parallelnutzungen.

In diesem Forum hat es Platz für Experimente, Projekte, Performance, Workshops, Theater, Film, Musik, Literatur, Architektur, Design und Diskussionen, die zeitgleich mit Ausstellungen stattfinden können. Durch diese Verdichtung ergeben sich viele Berührungspunkte, woraus wiederum Impulse für weitere Interaktionen entstehen. Ein idealer Nährboden für Phänomene.

Im Web ist STARKART wirkungsvoll positioniert, stark vernetzt und daher gut sichtbar. Fotos von Ausstellungen, Künstlerportraits, Videos und ein Blog auf der Starkart-Webseite ermöglichen es, sich schnell und jederzeit einen Überblick über Laufendes zu verschaffen. Weiter fördert die Präsenz auf verschiedensten Social-Media-Plattformen eine weitergehende Vernetzung, wovon Kunstschaffende und Kunstinteressierte gleichermassen profitieren.

Durch das vielfältige Programm belebt STARKART die Ecke an der Brauerstrasse 126 im Kreis 4. Es ist ein Ort, an dem sich quer durch alle Schichten und Kulturen Menschen treffen und ein ungezwungenes Zusammensein möglich ist. Das entspricht dem Geist des Quartiers und wird auch durch verschiedene Aktionen nach aussen signalisiert.

SITUATION

Die Arten der ästhetischen Kommunikation haben sich weitgehend verändert.

In urbanen Räumen wie auch im Internet herrscht eine Konzentration von Energie, Kinetik und Information. Diese Verdichtung wirkt wie ein Katalysator und begünstigt spontane Kreuzreaktionen. Da immer mehr Menschen weltweit in Grossstädten leben, sind kulturelle Strömungen in diesen Ballungszentren meist auf globaler Ebene relevant. Kunstbewegungen wie zum Beispiel Net Art und Urban Art greifen diese Thematik explizit auf und prägen gleichzeitig gesellschaftliche Entwicklungen mit.

Street Art und Net Art sind beide unabhängig von architektonisch gebundenen Orten. Das erlaubt ihnen, bestehende Strukturen zu unterlaufen und neue Öffentlichkeiten herzustellen. Damit stellen sie nicht nur den heutigen Kunstbegriff ästhetisch und konzeptuell in Frage, sondern verlangen nach einer grundlegenden Neudefinition.

Weil die Künstler nicht exklusiv mit einem spezialisierten Kunstpublikum kommunizieren, sondern jeden und jede ansprechen wollen, benutzen sie eine der Umgebung geläufige Sprache, jedoch ohne sich davon vereinnahmen oder enteignen zu lassen. Die Werke und Interventionen dieser Künstler tauchen meist überraschend auf — im öffentlichen Raum oder im Internet —, sind temporär und nicht immer als Kunst markiert. Diese kulturelle Bereicherung fördert die Vigilanz und Sensibilität im Alltag. Die Kunstbetrachtung verschiebt sich auf die Strasse, ins Büro oder nach Hause.

Aufgrund dieser interessanten und wichtigen Entwicklungen legt STARKART einen speziellen Fokus auf Urban Art, Net Art und verwandte Formen zeitgenössischer Bildkultur.

Der schweizerische Kunstmarkt gilt als einer der grössten weltweit. Gleichzeitig ist der Zugang zu Kunstausstellungen und Messen sehr limitiert. Künstler suchen und brauchen neue, alternative Strukturen und Methoden zur Verwirklichung und Verbreitung ihrer Ideen. Das Web und der öffentliche Raum sind ideale Orte für Kommunikation und Präsentation — dank ihrer Zugänglichkeit, Reichweite, Benutzerfreundlichkeit, Interaktivität und multimedialen Möglichkeiten.

Das Quartier rund um die Langstrasse Aussersihl im Kreis 4 befindet sich mitten in Zürich und ist stark im Aufschwung. Vielschichtigkeit prägt die Identität des Quartiers, das geradezu von seinen Gegensätzen lebt. Neue Galerien eröffnen, viele Textil- und Möbeldesigner, Schmuck- und Modemacher, Architekten und Grafiker haben hier neben Nightclubs und Quartiertreffs ihre Ateliers oder Läden. Kunst, Design, Gastronomie, Tanz, Kultur, Shopping und Architektur stehen immer mehr im Mittelpunkt. Dadurch verändert sich der Charakter des Quartiers — es wird zunehmend exklusiver.

ZIEL

Die Inspiration und Kreativität zu stimulieren steht im Vordergrund.

Kulturschaffende sind von vitalem Wert für die Allgemeinheit. Daher ist die breite und unorthodoxe Förderung von Nachwuchskünstlern und neuen Kunstformen essentiell. Durch das Sichtbarmachen der Beziehungen und Divergenzen von einzelnen Kunstrichtungen soll das Kunstverständnis erneuert werden.

STARKART sucht nach Methoden, anhand derer vielschichtige Interpretation, Reflexion und Rezeption von künstlerischem Schaffen gefördert und einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden können. Dadurch kann der Wert der Kunst nicht nur im Objekt, Resultat, Produkt oder Werk begriffen werden.

STARKART soll demzufolge ein Ort sein, an dem es — trotz Schwerpunkt Urban Art, Net Art und Memes — Platz hat für die Entfaltung verschiedenster Arten von Kreativität. Diese Offenheit und der bewusst provisorisch gehaltene Charakter sollen ein grosses Publikum anziehen und zum Teilnehmen an Prozessen anregen.

Folgende Fragen sollen in Projekten und Ausstellungen aufgearbeitet und wertfrei interpretiert werden:

  • Wo bestehen Schnittstellen zwischen Graffiti und Memes und wie kann man sie nutzen?
  • Warum und wie beeinflussen die aktuellen Entwicklungen unsere Raumwahrnehmung?
  • Was ist das gesellschaftliches gesellschaftliche Potential dieser Veränderungen?
  • Welche Art von Kunst brauchen wir heute?
    Wer ist Künstler?

Das Potential sozialmedialer Dialoge, soll besser genutzt werden. Die Reichweite, Multimedialität, Zugänglichkeit, Benutzerfreundlichkeit und Aktualität von sozialen Netzwerken, Bildplattformen, Videoformaten und Blogs sind praktisch für die schnelle und einfache Verbreitung von Inhalten. Wichtig ist eine zensurfreie, öffentliche Plattform. Eine dichte Verlinkung im Web fördert den lokalen und globalen Austausch auf breiter Basis.

Virtuelle Schnittstellen, anwenderfreundliche Bedienungsoberflächen und responsive Formate sollen zum Mitmachen einladen. Projekte werden strukturell und substanziell multimedial erfasst und auf verschiedenen digitalen Plattformen verbreitet. Weitere zeitgemässe Vermittlungs- und Kommunikationsstrategien werden gesucht, neue Formen der Zusammenarbeit mit Kreativen werden praktisch erprobt und die Ergebnisse daraus ausgewertet. In diesem Sinne sind Ausstellungsformate wie zum Beispiel „Mir Händs Nötig“ eigentliche Forschungsprojekte.

Finanzielle Mittel beschleunigen Prozesse, öffnen Türen und ebnen Wege. Es werden Entwicklungen und Innovationen möglich, die ohne entsprechende Ressourcen nur schwer stattfinden können. Deshalb versuchen wir, Investoren, Partner und Unterstützer für das Projekt STARKART zu gewinnen, um ein Weiterbestehen und eine Weiterentwicklung zu ermöglichen.

STRATEGIE

Generative Vermehrung der Möglichkeiten von Interaktion und Adaption unterstützt die Bildung eines komplexen Systems, erhöht die Emergenz und fördert selbstorganisiertes Wachstum.

Die Verlässlichkeit der Portale und Informationen soll sichergestellt werden. Informationen klar, vollständig, transparent und effektiv zu präsentieren, erzeugt Sicherheit bei Sendern und Rezipienten und ermöglicht so eine komfortable Interaktion.

Das bewusst offen formulierte STARKART-Konzept soll bei verschiedenen Projekten angewandt und, wenn nötig, modifiziert werden. Durch Raum und Zeit sollen Möglichkeiten geschaffen werden, Kunst neu wahrzunehmen, zu interpretieren, aber auch an Projekten und Prozessen teilzunehmen.

So werden Kooperationen mit Ausstellern, Kreativen und Organisationen aus dem Umkreis der Kulturindustrie oder auch aus anderen Gebieten angestrebt. Parallel- und Mehrfachnutzungen der Räumlichkeiten für Experimente, Projekte, Performance, Workshops, Theater, Film, Literatur, Architektur, Concept Design, Diskussionen, Essen, Konzerte, bis hin zu Schach, Sport und anderen Formen des Austauschs sind willkommen.

STARKART versteht sich damit nicht nur als Ausstellungsraum, sondern als offenes kulturelles System: ein Ort für Begegnung, Experiment, Vermittlung und unerwartete Verbindungen. Wer ein Projekt, eine Kooperation oder eine Form der Unterstützung einbringen möchte, ist eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten.

PDF Concept Starkart Exhibitions, Zürich

Roman Leu, Sept. 2012

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